Ensmannsreut

Geschichtliche Entwicklung von Ensmannsreut

In den sechziger Jahren wurde die Straße geteert. Ab Juni 1983 baute die Stadt Waldkirchen zusammen mit der Flurbereinigung die Straße auf eine Breite von 4,5 m aus. Der Weiterbau nach Schlößbach erfolgte 1984. Die Flurbereinigung hat ab 1983 mit dem Bau von Wirtschaftswegen im gesamten Bereinigungsgebiet begonnen. In Ensmannsreut hatte dies neben der Erschließung der landwirtschaftlichen Grundstücke außerdem den Vorteil, daß die um die Ortschaft herum verstreuten Einzelanwesen eine gute Straßenerschließung bekamen. Mit der nunmehr anlaufenden Dorferneuerung in Ensmannsreut wird die Infrastruktur, die bauliche Entwicklung und die innerörtliche Verkehrslage den heutigen Verhältnissen angepaßt. Ensmannsreut war seit seiner Gründung eines der größeren Bauerndörfer in unserer Gegend. Die zum Dorf gehörenden Grundstücke liegen in einer weiten Talmulde, in der sich durch verschiedene Quellen und kleinere Zuflüsse das Ammerlingbachl bildet. Dieses Bachl mündet in den Ohleitenbach, der sich vor Edelmühle mit dem Osterbach vereinigt. Östlich und südlich vom Dorf reichen die Ensmannsreuter Grundstücke bis zum Ohleitenbach, der auf einem Teil seines Laufes auch Wermutbach genannt wird. Das ursprüngliche und geschlossene Dorf hatte bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts 12 Hausnummern. Hausnamen und Besitzverhältnisse der Anwesen mit den Hausnummern 1 bis 12 im Jahre 1988


Hausnummer Hausname jetzige Besitzer neue Hausnummer
HNr. 1 Ammerl Franz und Karoline Hanus
HNr. 1,5 Ammerl - Austragshaus Maria Hirschau
HNr. 2 Weber, früher Petzi Josef und Ammalie Probst
HNr. 3 Hilz, früher List Albert Lorenz ab 2012 Stockinger
HNr. 3 1/3 Rollhans Max Süß 39
HNr. 3 1/2 Hirsch-Häusl (abgebrochen) zuletzt Fritz Draxinger
HNr. 4 Müller, früher Kern Siegfried Müller
HNr. 5 Kern Georg und Rosa Stockinger
HNr. 6 Rohl Ludwig und Kreszenz Bauer ab 2012 Süß
HNr. 6 1/2 Dillinger Leopoldine Schatz
HNr. 7 Prabeck Georg Penzenstadler 26
HNr. 8 Zaglauer Ludwig und Agnes Stockinger
HNr. 9 Abraham Josef und Aloisia Prosser
HNr.10 Schieferl, früher Schmalzbauer Josef und Marianne Eckerl
HNr.10 1/2 Zinkei, früher Breitgirgl Josef und Aloisia Prosser
HNr.11 Hüterhaus oder Schmalzbauernguthäusl besteht nicht mehr
HNr.12 Plan-Häusl (abgebrochen) zuletzt Familie Moser

Die Anwesen ab der Hausnummer 13 wurden in die Ortsflur, außerhalb der geschlossenen Ortschaft, gebaut. Erst nach dem 2. Weltkrieg entstanden wieder Neubauten im Anschluß an die Ortschaft. Die Ortsflur Ensmannsreut reichte bis zum Dillinger-Haus (Haus Nr. 6 1/2). Dadurch gehörten verschiedene Einzelgehöfte in unmittelbarer Nähe von Schlößbach doch noch zu Ensmannsreut.


Es gibt kaum einen anderen Ort in unserem Bereich, in dem die Besitzer auf den einzelnen Höfen so oft gewechselt haben, als in Ensmannsreut. Es gab große Bauernhöfe, die heute zu kleinen Nebenerwerbsbetrieben geworden sind, oder nur mehr aus einem Wohnhaus bestehen, es gab aber auch " Kleinhäusler" die durch Sparsamkeit und Tüchtigkeit den Betrieb aufstocken konnten. Wie früher allgemein üblich, blieb der Hausname gleich, auch wenn sich der Schreibname des Besitzers durch Kauf oder Einheirat geändert hatte. Nachstehend soll von den Besitzern der Ensmannsreuter Bauernhöfen und Anwesen berichtet werden, wobei sich natürlich im Laufe weiterer Nachforschungen neue oder auch teilweise ganz andere Fakten ergeben können.


    Haus Nr.1
    Paul Amerl (sein Vater hatte den selben Namen) heiratete 1894 die Brabeck - Tochter Kreszenz Kern. Nachdem sie im Kindbett verstorben war, heiratete der Witwer im Jahre 1894 Anna Rodler aus Altreichenau. Als dann der Ehemann starb, heiratete die 2. Frau den Schneider Andreas Bloch aus Ruderting. Das Ehepaar Bloch kaufte das Anwesen Haus Nr. 1 1/2 dazu. Es war einige Zeit das Austragshaus, bis es nach dem 2. Weltkrieg von Johann Hirschau erworben wurde. Erbe des Anwesens Nr. 1 wurde Paul Amerl, ein Sohn von Paul Amerl und seiner 2. Ehefrau Anna, gab. Rodler. Er war zweimal verheiratet, aus seiner 2. Ehe stammt die jetzige Besitzerin Karolina (ein Sohn verstarb im Alter von 5 Tagen).

    Haus Nr.2
    Das Weberhäusl bewirtschaftete 1840 ein Franz Petzi. Auf dem Haustürstein stehen die Jahreszahl und die Anfangsbuchstaben des Besitzers. 1876 starb der "Weber Georg Petzi'', im Alter von 76 Jahren. Er war in Wotzmannsreut geboren. Er war nicht verheiratet und auch seine Schwester Maria, die den Tod anzeigte war ledig. Die Familie ist nach dem Tod der unverheirateten Geschwister ausgestorben. Am 16. Februar 1879 heiratete der Häusler Franz Probst aus Ensmannsreut Nr. 2 die Bauerstochter Karolina Weber aus Rehberg. Franz Probst ist am 17. Januar 1847 in Schiefweg geboren. Als er zwei Jahre alt war, starb sein Vater und die Mutter Anna Probst, gab. Freund stand mit mehreren kleinen Kindern allein da. Durch Vermittlung eines Waldkirchener Seelsorgers nahmen die Geschwister Petzi den kleinen Buben an Kindes statt an. Auf dem Anwesen war die Weber-Gerechtsame, d.h. es durfte der Weber-Beruf ausgeübt werden. Ein gut erhaltener Webstuhl ist heute noch vorhanden. Durch verschiedene Zukäufe wurde das Anwesen vergrößert, auf dem heute Enkel und Urenkel des Franz Probst aus Schiefweg leben.

    Haus Nr.3
    Der Hausname "List" ist schon im Urbar von 1630 erwähnt. Um 1845 erbauten die Besitzer von Haus Nr. 3 mit dem Familiennamen Lang das jetzige "Bernauer-Haus" ( Haus Nr. 16) weit außerhalb der Ortschaft. Ihr Haus Nr. 3 erwarb das Ehepaar Friedrich und Maria Wurm, gab. Fuchs. Sie stammten angeblich aus der Kumreuter Gegend. In den Jahren 1908 bis 1 915 wurden ihre Kinder beim Standesamt Böhmzwiesel beurkundet, nach dieser Zeit ist die Familie wieder nach Kumreut verzogen. Neuer Besitzer wurde Fritz Hutterer. Er stammte aus Jandelsbrunnerweid. Als er 1896 eine Anna Boxleitner aus Grillaberg heiratete, war er schon in Ensmannsreut ansässig, und zwar auf Haus Nr. 1 1/2. Wahrscheinlich hat er gegen Ende des 1. Weltkrieges das List-Haus erworben. Das Hutterer-Haus (Hausname Hilz) ist am 04. August 1957 durch Brandstiftung abgebrannt. Es wurde nur mehr ein Wohnhaus aufgebaut, die landwirtschaftlichen Grundstücke wurden verkauft.

    Haus Nr.3 1/2
    Das Hirsch-Häusl war ein altes Holzhaus mit einer kleinen Landwirtschaft, zwischen Haus Nr. 3 und Haus Nr. 3 1/3 gelegen. Die Familie stammte von Hirsch-Haus in Wotzmannsreut ab. Der Hirsch-Fritz (Schreibnamen Draxinger) zog nach dem 2. Weltkrieg nach Friedrichshafen. Das Anwesen erwarb der Nachbar Max Süß. Er brach das alte Häusl ab und vergrößerte mit den Hirsch-Grundstücken seine eigene Landwirtschaft.

    Haus Nr.3 1/3
    Hausname ist "Rollhans", die Familie Süß ist schon seit mehreren Generationen auf dem Anwesen. Obwohl durch den Zukauf der Hirsch-Grundstücke die Landwirtschaft ausgeweitet wurde, bildet das in den fünfziger Jahren gegründete Baggergeschäft die Existenzgrundlage für die Familie.

    Haus Nr.4
    Der "Krenn" war einer der größten Bauern im Ort. Viele Grundstücke in Ensmannsreut erinnern noch an diesen Bauernhof (z. b. Krenn-Wiese). Zu den Anwesen Parockinger und Essl gehören heute große Flächen vom ehemaligen Krenn-Hof. Der Krenn-Bauer erwarb den Höppl-Hof in der Nähe von Karlsbach. Das erheblich verkleinerte Anwesen in Ensmannsreut besaß während des 1. Weltkrieges der Zimmermann Johann Schmid. Er wurde "der Österreicher" genannt, weil er von Österreich abstammte. Der darauffolgende Besitzer war Josef Müller. Er wurde am 24. November 1885 auf dem List-Haus ( Haus-Nr. 3) geboren, einige Jahre war er Besitzer des heutigen Bernauer-Hauses (Haus Nr. 16), in den zwanziger Jahren erwarb er das Haus Nr. 4. Zusammen mit dem benachbarten Hilz-Haus brannte das Müller Anwesen am 04. August 1957 ab. Beim Wiederaufbau wurden zwar wieder Wirtschaftsgebäude errichtet, die landwirtschaftlichen Grundstücke sind aber seit mehreren Jahren verpachtet.

    Haus Nr.5
    Dieser Bauernhof hieß schon immer "beim Kern-Bauer", obwohl die Namen der Besitzer im Laufe der Zeit oft gewechselt haben. Aus den Standesamtseinträgen ist ersichtlich, daß am 1. August 1886 der Bauer Ludwig Kittl, geboren am 3. September 1854 in Lämmersreut, wohnhaft in Ensmannsreut, die Bauerstochter Anna Maria Fuchs aus Ratzing geheiratet hat. Die Eltern des Bräutigams waren die Bauerseheleute Paul und Maria Kittl, geb. Wagner aus Lämmersreut. Auf 4aus Nr. 5 und auf dem dazugehörigen Austragshaus Nr. 8 lebten die unverheirateten Geschwister Maier, die den Ludwig Kittl aus Lämmersreut an Kindes statt angenommen hatten. Das Ehepaar Ludwig und Anna Kittl hatte einen Sohn und vier Töchter. Der Sohn Ludwig ist im 1. Welzkrieg in Rumänien an den Folgen der Ruhr verstorben. Die Tochter Theres erhielt den Hof, sie heiratete 1919 den Bauerssohn Otto Stockinger aus Steinerleinbach. Stall und Stadel, sowie ein Teil des Gebäudes zwischen Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus ist im Sommer 1972 abgebrannt. Den Brand hatten spielende Kinder verursacht. Der größte Teil der landwirtschaftlichen Grundstücke wurde vor einigen Jahren an die Flurbereinigung verkauft. Auf dem Anwesen wird von Georg Stockinger, einem Enkel des aus Lämmersreut stammenden Ludwig Kittl, eine Gastwirtschaft betrieben.

    Haus Nr.6
    Das Rohl-Haus hat noch die Dimensionen des ursprünglichen Holzhauses, wie sie früher allgemein anzutreffen waren, wenn auch im Laufe der Zeit das Holzbalkenwerk durch Stein- und Ziegelmauerwerk ersetzt wurde. In einem Zimmer des Erdgeschoßes befindet sich noch ein geschnitzter "Traim" mit der Jahreszahl 1781. Zu diesem Anwesen gehörten früher weitaus mehr Grundstücke als heute. Daher ist auch der Stadel für die jetzigen Verhältnisse ziemlich groß. Dieser Stadel stand früher in Lämmersreut. Er war noch fast neu, als sich der Anwesenbesitzer darin erhängte. Er wurde 1916 verkauft, abgebaut und auf dem Rohl-Haus wieder aufgestellt. Die Besitzerfamilie hieß Bauer, sie verkauften 1919 das Anwesen und erwarben in Mitterleinbach wieder einen Hof. Der nächste Besitzer hieß Thaler, dieser verkaufte 1926 das Anwesen an Fritz und Kreszenz Heindl, geb. Gutsmiedl, die aus der Kanaumühle bzw. Kanau stammten. Bei jedem Verkauf wurden landwirtschaftliche Flächen anderweitig verkauft, so daß die Landwirtschaft immer kleiner wurde. Durch Einheirat heißt die Besitzerfamilie seit 1955 wieder Bauer. Die Landwirtschaft wird nur mehr nebenbei betrieben. Das Dillinger Haus (Haus Nr. 6 1/2), weit hinter Schlößbach auf einer fast ganz von Wald umschlossenen Fläche, hatte vielleicht früher einmal eine Verbindung zum Rohl-Haus. Genaueres läßt sich nicht feststellen. Jedenfalls berichtet der erste Eintrag im Sterbebuch des neu errichteten Standesamts Böhmzwiesel davon, daß die Häuslerswitwe Maria Blöchl aus Spielberg (so hieß bis in unsere Zeit diese Einöde) an 6. Januar 1876 dort verstorben ist. Mehrere Jahrzehnte besaß das Haus eine Familie Dillinger. Nachdem alle Kinder weggeheiratet hatten, wurde das Anwesen verkauft. Die jetzige Besitzerin wohnt in Kaufbeuren. Das Haus ist meistens an Jugendgruppen vermietet. Während früher das Haus nur über einen langen und sehr schlechten Feldweg zu erreichen war, besteht nach dem Bau einer Straße durch die Flurbereinigung eine ausreichende Straßenerschließung.

    Haus Nr.7
    Das Prabeck-Haus ist schon 1630 als 1 1/2 Lehen erwähnt. Das Haus ist 1898 abgebrannt. Besitzer war zu dieser Zeit das Ehepaar Mathias und Maria Kern, geb. Bauer. Die abgebrannten Gebäude wurden wieder aufgebaut, wobei das Wohnhaus eine schöne verputzte Fassade erhielt. 1901 heiratete Heinrich Kern, ein Sohn von Mathias und Maria Kern. Dessen Sohn Ludwig war wiederum Nachfolger auf dem Hof. Mit dem Tod von Ludwig Kern (Brabeck Lugg) im März 1967 starb der Name Kern aus, weil kein männlicher Nachkomme vorhanden war. Georg Penzenstadler heiratete auf den Hof ein, auf dem derzeit noch eine kleine Landwirtschaft betrieben wird.

    Haus Nr.8
    Den Familiennamen Zaglauer, von dem sich der Hausname "Zaglauer" herleitet, gibt es in unserer Gegend noch, wie lange aber eine Familie mit diesem Namen auf Haus Nr. 8 ansässig war, ist nicht mehr festzustellen. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts waren die Bauerseheleute Johann und Theresia Maier, gab. Maier dort ansässig. Es ist bekannt, daß von ihren 6 Kindern alle unverheiratet geblieben sind und im Alter als "Nahrungsnießer" auf dem Anwesen lebten. Josef Maier (geb. 1811) starb am 22.07.1888, dessen Schwester Theresiä (geb. 1821) starb am 05.11.1889. Am 29.04.1891 starb Paul Maier (geb. 1817) und am 15.12.1894 starb Johann Maier (geb. 1808). Maier Georg war Trauzeuge, als Ludwig Kittl von Haus Nr. 5 im Jahre 1886 heiratete. Als Beruf des Trauzeugen wurde "Gutbesitzer" angegeben. Er starb am 15.03.1897 im Alter von 78 Jahren. Mit Katharina Maier, die am 04.12.1900 im Alter von 75 Jahren starb, erlosch die Familie Maier auf diesem Hof. Mit dem Kern-Hof (HausNr. 5) bestand eine enge Verbindung. Vielleicht war die Familie Maier Besitzer beider Häuser? Jedenfalls haben die Geschwister Maier dafür gesorgt, daß mit Ludwig Kittl aus Lämmersreut wieder ein Nachfolger auf den Hof kam, nachdem sie selbst keine Nachkommen hatten. Das Anwesen Haus Nr. 8 war seit dieser Zeit das Austragshaus vom Hern-Hof. Zusammen mit dem benachbarten Prabeck Haus ist auch das Zaglauer-Haus 1898 abgebrannt. Seit es das Austragshaus vom Kern-Bauern war, wohnten meistens Häuslleute in dem Haus. Ludwig Stockinger, der jüngste Bruder des Besitzers vom KernHaus erhielt das Haus vor einigen Jahren, zusammen mit ein paar landwirtschaftlichen Grundstücken, die er nun im Nebenerwerb bewirtschaftet.

    Haus Nr.9
    Der "Abraham" ist ebenfalls ein alter Hausname in Ensmannsreut. Er war zeitweise der größte Bauer im Ort mit 8 Paar Ochsen. Im vorigen Jahrhundert lebte der Bauer Johann Amerl und seine Ehefrau Franziska, geb. Poxleitner auf dem Hof. Sein (ältester?) Sohn Josef wurde am 21.10.1847 in Ensmannsreut geboren, er heiratete am 27.01.1880 die Katharina Kainz aus Pittersberg. 1889 baute er das "Baid-Häusl" (Haus Nr. 18) außerhalb der Ortschaft. Mit dem Abraham-Haus ging es aber bergab. Es wird erzählt, daß sich der "Abraham" auf den Pferdehandel verlegte und dabei um seinen Besitz kam. Das Haus wurde versteigert. Die beiden wohlhabenden Bauern Schröcks aus Manzing und Simandl aus Pollmannsdorf haben den Hof ersteigert und ihn anschließend "zertrümmert", d.h. die meisten Grundstücke an andere Interessenten verkauft. Paul Amerl (geb. 1863), ein Sohn von Johann und Franziska Amerl, kaufte später sein verkleinertes Elternhaus zurück. Aus seiner Ehe mit Theresia Blöchl entstammten viele Kinder. Der Sohn Ludwig erhielt das Anwesen. Er heiratete in ein Anwesen in Richardsreut ein. Seine beiden Töchter haben in den 50er Jahren das Haus an Josef Prosser - der das benachbarte Anwesen Haus Nr. 10 1/2 besaß -verkauft.


1826 Uraufnahme 1856 - 1875

1826 Uraufnahme

1856 - 1875

1913 - 1965 1989

1913 - 1965

1989


DORFERNEUERUNG ENSMANNSREUT DORFERNEUERUNGSPLANUNG Datum: Stand Dez 1989 Siedlungsentwicklung

1826 Uraufnahme: Geschlossener Dorfgrundriß; die alten Verkehrsachsen nach Norden, Süden und Westen kreuzen sich im Dorf. Die bäuerlichen Anwesen sind zumeist unregelmässige Drei- und Vierseit -Anlagen . Die Wohnhäuser, typenmäßig dem Waldlerhaus zuzuordnen, sind meist Blockbauten. Bemerkenswert sind die kleinen Gebäude in den Obststgärten (evtl. Bienenhäuser?)

1856 - 1875: Geringe bauliche Veränderungen bei den landwirtschaftlichen Nebengebäuden. Bei Schmalzbauer (Eckerl) entsteht ein neues Wohnhaus (siehe Denkmalliste).

1913 - 1965: Größere bauliche Veränderungen beim Anwesen Müller und beim Listhaus (Lorenz). Die geschlossenen Hofanlagen entwickeln sich zu Einfirsthöfer. Auch das Anwesen Penzenstadler wird zur heutigen Größe umgebaut. Eine Veränderung der Flurgrenzen im Südwesten deutet die neue Straßenverbindung Schlößbach Waldkirchen an.

1989: Das ehemalige Weberhaus (Probst) entwickelt sich zum funktionsfähigen Bauernanwesen, während alteingesessene Höfe die Landwirtschaft aufgeben oder reduzieren, z.B. Prosser, Stockinger (Wirtschaft erst nach 1945); einige werden durch Brand zerstört (List-Haus heute Lorenz), andere verschwinden ganz (Anwesen Schmalzbauer, heute Eckerl). Die neue Verkehrsachse (seit 1951) läuft jetzt am Dorf vorbei. Es entstehen kleine, moderne Einfamilienhäuser.

© PAULI MAX - BÄUMLER UND ZAGAR IM PLANKREIS